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Fachmagazin: Natur bevorzugt das Weibliche
Stuttgart (dpa). Nicht Adam sondern Eva war zuerst da. Die Natur jedenfalls, so haben Biologen herausgefunden, bevorzugt das
Weibliche.
Schon kleine Stoerungen im Wachstumsprozess eines maennlichen Embryos stellen das Programm wieder auf weiblich, resuemiert die Monatsschrift “Bild der Wissenschaft” (Stuttgart) in
ihrer Februarausgabe. Im Vergleich zum weiblichen X-Chromosom sei das maennliche Y-Chromosom relativ klein. Wissenschaftler vermuteten, ein Großteil des Y-Chromosoms trage keine Information und sei “genetischer
Muell”.
Die komplizierte Entwicklung zum Manne gelingt nur, wenn absolut keine Stoerungen passieren, meint der Berliner Molekularbiologe Jens Reich. “Jeder Fehler in dieser Ereigniskette
kann die Natur wieder auf den von ihr bevorzugten weiblichen Kurs bringen”, wird Hormonphysiologe Lawrence Crapo (USA) zitiert. Die ersten Wochen im Mutterleib erlebe der Mensch als Zwitter. Erst bestimmte
Signalstoffe richten die Entwicklung in die maennliche Richtung. Eine Vorliebe der
Natur für das weibliche deute sich auch in Untersuchungen ueber das zentrale Nervensystem an. Einige Forscher seien der Meinung der Nervenstrang der beide Hirnhaelften verbindet, enthalte daher bei Frauen mehr Nervenbahnen, die daher ihr Gehirn effektiver einsetzen koennten.
ZITIERT
“Ein Mann zu sein, ist der haeufigste genetische Defekt der Natur.”
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